In den letzten Wochen ist unser Timing perfekt. Wenn wir nach dem Sport nach Hause fahren, erwischt uns jedes Mal einer meiner liebsten Sommermomente:
Der Augenblick, in dem das Gegenlicht der Abendsonne die Felder um uns zum Leuchten bringt. Ein endloses strahlendes Meer liegt da vor uns und ich kann mich gar nicht satt sehen. Spüre plötzlich ganz viel.
Das Sonnenlicht hat die Kraft, die ganze Welt und mich zu verzaubern und meine Abenteuerlust zu wecken. Für wenige Momente alles zu verwandeln und mich mit neuen Augen sehen zu lassen.
Die Wiesen, mit einem Mal aus flüssigem Gold. Der Himmel reißt auf und zwischen den schweren Wolken bricht das Licht durch. Alles wird hell und warm und weit.
Das Licht mit seinen Zauberkräften weckt in mir die Neugier auf mehr. Mehr Schönheit. Mehr entdecken, sehen, schmecken, spüren können. Mehr wahrnehmen, erleben, kosten und eintauchen in das, was um mich ist.
Neugier und Abenteuerlust sind meine Medizin gegen Schwere, Müdigkeit und Pessimismus. Und das Sommerleuchten erinnert mich immer wieder daran.
Wenn die Sonne tief steht und das Gegenlicht die Wiesen leuchten lässt.
Wenn mein Kleid beim Fahrradfahren flattert und ich mit Fahrtwind im Gesicht und klopfendem Herzen durch die goldenen Felder fliege.
Wenn das Licht durch die schweren Wolken über mir bricht und die Welt gleichzeitig hell und dunkel malt.
Wenn ich eintauchen will, in den glitzernden See vor mir, um das eiskalte Wasser auf meiner Haut zu spüren.
Wenn das Sommerleuchten mich verzaubert,
dann wird auch in mir was leuchtend, warm, heller.